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Psychoonkologische Weiterbildung 2021/22

Inhatliche Ausrichtung

Die Diagnosestellung Krebs und die nachfolgende medizinische Behandlung stellen für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine emotionale Herausforderung dar.

Aus verschiedenen Studien wird berichtet, dass ein nicht unerheblicher Teil der Krebspatientinnen und -patienten im Verlauf der Behandlung an reaktiven psychischen Störungen leidet. Die häufigsten psychischen Symptome sind Ängste und Depressivität.

Forschung und klinische Erfahrung bestätigen, dass psychoonkologische Unterstützung eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität von Krebskranken bewirkt und der Entwicklung psychosomatischer und psychiatrischer Komorbiditäten entgegenwirkt. Krebspatienten sollten daher im gesamten Verlauf der Erkrankung oder Behandlung auf ein psychoonkologisches Angebot zurückgreifen können.

Ein solches Angebot wird zunehmend im Rahmen von Behandlungsprogrammen und Tumorzentren sowohl von den Betroffenen wie auch den Behandlern eingefordert.

Auch für alle onkologisch tätigen Berufsgruppen ist die Arbeit mit die­sen Patient*innen eine besondere Aufgabe. Empathische Ge­sprächsführung trotz Termindruck, eine lange Begleitung des kranken Menschen während unterschiedlicher Behandlungsphasen, in hoff­nungsvollen Zeiten und in Krisen, sind Bestandteil des Klinikalltags.

Grundlage einer psychoonkologischen Behandlung sind entsprechende eingehende Kenntnisse und Erfahrungen. Diese können im Rahmen des Curriculums Psychoonkologie des WIPF e.V. in Kooperation mit der Charité Universitätsmedizin Berlin (Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik) erworben werden. Ziel der Fortbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in allen Teilgebieten der Psychoonkologie mit Schwerpunkt auf Diagnostik und Interventionen bei erwachsenen Krebspatienten und deren Angehörigen.

Wir bilden Sie auf dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse fort. Im Rahmen eines interaktiven Lernkonzeptes mit Praxisbezug erhalten Sie hilfreiche Anregungen und können in praktischen Übungen eigene therapeutische Kompetenzen erweitern und vertiefen. Neben Vorträgen wird es themenbezogene Selbsterfahrung in Kleingruppen sowie fallbezogene Supervision geben.

Die Gestaltung und Durchführung der Seminare liegt in den Händen von Fachleuten, die über langjährige Erfahrung in Praxis, Forschung und Lehre in (Psycho-)Onkologie und Psychothe­rapie verfügen.

Bei der Organisation des Curriculums sind uns eine persönliche Be­treuung, Interdisziplinarität und Vernetzung unter den Kollegen sowie ein hoher Praxisbezug wichtig.

Wir würden uns freuen, Sie in unserer Weiterbildungsreihe begrüßen zu dür­fen.

Vortragsthemen

  • Grundlegendes onkologisches Wissen über die häufigsten Krebserkrankungen und Behandlungen
  • Onkogenese
  • Krankheitsverarbeitung
  • Psychische Komorbidität (Trauer & Depression, Angst)
  • Schmerz
  • Lebensqualität
  • Psychodiagnostik
  • Indikation zur psychoonkologischen Intervention
  • Gesprächsführung, (ärztl.) Kommunikation
  • Psychoonkologische Diagnostik
  • Krisenintervention
  • Psychotherapeutische Verfahren
  • Psychoedukation, Gruppenprogramme
  • Entspannungsverfahren
  • Familieninterventionen
  • Rehabilitation
  • Palliativbehandlung, Hospiz
  • Sozialrecht, soziale Folgen
  • Dokumentation, Qualitätssicherung
  • Burnout und Burnoutprophylaxe
  • Körpererleben
  • Fatigue
  • Künstlerische Therapien/ Musiktherapie
  • Sport und Bewegung(stherapien)
  • Imaginative Verfahren
  • Spiritualität

Praktische Übungen

  • Fallarbeiten an konkreten Beispielen
  • Selbsterfahrung, Rollenspiele
Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Martina Rauchfuß
FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, FÄ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Gastwissenschaftlerin Medizinische Klinik mit SP Psychosomatik der Charité
Honorarprofessorin Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Langjährige Leiterin der Psychoonkologie der Medizinischen Klinik mit SP Psychosomatik der Charité Universitätsmedizin Berlin

PD Dr. med. Friederike Siedentopf
FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe, Zusatztitel Psychotherapie, Zusatztitel Medikamentöse Tumortherapie Praxis für Brusterkrankungen Berlin

Weitere Gruppenleiter*in: Selbsterfahrung/Fallarbeit

Dr. med. Dipl. Soz-Päd. Klaus-Jürgen Lindstedt
Niedergelassener Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse
Lehrtherapeut und Supervisor, Psychoonkologie
Gruppenlehranalytiker, Gruppenanalytischer Teamsupervisor und Organisationsberater

Dr. med. Dipl.-Psych. Heidrun Luck
Niedergelassene Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik,
Zusatzbezeichnung Psychoanalyse, Psychoonkologie
Forschung im Bereich „familiärer Brust- und Eierstockkrebs“ der Mildred-Scheel Stiftung in der Frauenklinik der Universität Würzburg

Dozentinnen/Dozenten

Nicole Alich
Kunsttherapeutin M.A., HP für Psychotherapie

Elke Berger
Dipl.-Sozialarbeiterin/-pädagogin, Master of Public Health, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fachgebiet Fakultät VII: Management im Gesundheitswesen, TU Berlin

PD Dr. med. Severin Daum
FA f. Innere Medizin, Ltd. Oberarzt Medizinische Klinik I Charité Universitätsmedizin Berlin

Dipl. Psych. Christa Diegelmann
Psychologische Psychotherapeutin, in eigener Praxis niedergelassen. ID Institut für Innovative Gesundheitskonzepte

Dr. med. Steffen Dommerich
FA für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Ltd. Oberarzt, Charité Universitätsmedizin, Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Dr. med. Christian Gogoll
FA für Innere Medizin und Pneumologie, Psychoonkologie
Evangelische Elisabeth Klinik, Sektionsleitung Pneumologie, Klinik für Innere Medizin

Dr. med. Frank Heinrich
FA für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Zusatzbezeichnungen Spezielle Intensivmedizin, Notfallmedizin, Palliativmedizin
Chefarzt der Abteilung Palliativmedizin der Oberhavel Kliniken GmbH, Hennigsdorf

Dr. med. Peter Kern
FA für Neurologie, Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie
Ltd. Oberarzt Asklepios Fachklinikum Teupitz, Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

Dr. med. Felix Kiecker
FA für Dermatologie, Oberarzt, Vivantes Hauttumorzentrum Berlin

Dr. med. Peter Kirschner
FA für Urologie, Praxis für Urologie /Uro-Onkologie

Dr. med. Anke Kleine-Tebbe
FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe, Schwerpunktbezeichnung Gynäkologische Onkologie, Chefärztin des Brustzentrums DRK Kliniken Berlin Köpenick

Christian RA Regenbrecht
Diplom-Biologe, Dr. rer. Nat, Geschäftsführer und Mitgründer der ASC Oncology GmbH

Dr. med. Ulrike Schneider
FÄ für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, Niederlassung in der Onkologischen Schwerpunktpraxis

Dr. med. Anne Tamm-Hermelink
FÄ für Strahlentherapie, Praxis für Strahlentherapie Moabit

Angela Tietz
Dipl.-Psych. Dipl.-Sozialpädagogin, Psychoonkologin im Brust- und Gynäkologischen Krebszentrum sowie im Palliativbereich des Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin.

Monique Tinney
Pfarrerin, Krankenhausseelsorgerin Kirchenkreis Berlin Stadtmitte
Charité Universitätsmedizin Berlin 

Dr. med. Gert Tuinmann
FA Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, FA Psychosomatische Medizin, Dipl.-Musiktherapeut
Charité – Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik

Dr. med. Jekaterina Vasiljeva
FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe, Geschäftsführende Oberärztin,
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Leitung Dysplasiesprechstunde,  Vivantesklinikum am Urban

Dr. med. Heike Weschenfelder-Stachwitz
FÄ für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Therapierichtung: tiefenpsychologisch fundiert, Systemische Familientherapeutin, eigene Praxis Berlin; Spezialgebiet: Kinder krebskranker Eltern

Dr. med. Christina West
Fachärztin für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie und Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
Praxis für Schmerzmedizin Berlin

Termine

  1. WE 05.-07.11.2021
  2. WE 10.-12.12.2021
  3. WE 28.-30.01.2022
  4. WE 18.-20.02.2022
  5. WE 08.-10.04.2022

jeweils am Freitag:   14.00 – 19.00 Uhr ( 6 Fortbildungseinheiten)
jeweils am Samstag:   09.00 – 18.00 Uhr (10 Fortbildungseinheiten)
jeweils am Sonntag:   09.00 – 16.15 Uhr ( 8 Fortbildungseinheiten)

Zielgruppe
Die Ausbildung richtet sich an ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Kinder– und Jugendlichenpsychotherapeut*innen, onkologisch tätige Ärzte*innen, Psychologìnnen (Diplom oder Master), verwandte Berufsgruppen (z.B. Sozialarbeiter*innen, Klinikseelsorger*innen) mit praktischer Erfahrung in der Arbeit mit Krebspatient*innen.
Die Teilnehmer*innen müssen vor der Fortbildung mindestens 1 Jahr Berufserfahrung im onkologischen Bereich nachweisen oder während der Fortbildung mindestens 40 Stunden in einer onkologischen Einrichtung hospitieren.

Zertifizierung
Das Curriculum ist durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und durch die Ärztekammer Berlin zertifiziert.
Ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am Curriculum nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten die Teilnehmer nach Absolvierung des gesamten Kurses

Anforderungen
Jeder Teilnehmer reflektiert in der Supervision mindestens zwei Behandlungsfälle aus dem Bereich der Psychoonkologie. Die Super-vision findet in Kleingruppen statt.

Zum Abschluss des Curriculums gehört eine schriftliche Falldarstellung mit theoretischer Reflexion.

Mindestens 16 FE (Fortbildungseinheiten) stehen für Fallarbeit zur Verfügung. Berufsbezogene Selbsterfahrung umfasst mind. 22 FE.

Maximal 10 % Fehlzeiten (außer bei Selbsterfahrung und Supervision) sind zugelassen.

Teilnehmerzahl
Der Kurs findet ab 14 Teilnehmern statt. Maximal 18 Teilnehmer.

Veranstalter
Das Curriculum Psychoonkologie 2021/2022 ist eine gemeinsame Veranstaltung des WIPF e.V. und der Charitè Universitätsmedizin Berlin. Die Durchführung des Kurses wird vom WIPF e.V. organisiert.

Kosten
Die Kursgebühren betragen 2.150 € für insgesamt 144 FE
Es ist möglich, die Kursgebühr in zwei Raten zu bezahlen. Bitte informieren Sie sich über Bildungsprämien, die wir ggf. akzeptieren können.

Anmeldung
Der Kurs ist auf max. 18 Teilnehmer begrenzt. Anmeldeschluss ist der 15.10.2021.
Vorbehaltlich einer Zusage des WiPF e.V. wird die Teilnahme mit fristgerechter Überweisung der Kursgebühr bis 15.10.2021 verbindlich.

Teilnahmebedingungen

Stornierung

Bei einer schriftlichen Stornierung spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung werden abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 30,- € bereits bezahlte Teilnahmegebühren auf ein zu benennendes Konto erstattet. Danach werden für eine Stornierung Gebühren in Höhe von 50,- € fällig.

Programmänderungen

Kurzfristige Änderungen im Programm können aufgrund dienstlicher, privater und organisatorischer Belange notwendig sein und werden auf der Kongresshomepage bekanntgegeben. Es leiten sich daraus keinerlei Regressansprüche ab.

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